Hupfla-Debatte zu einseitig - Ergebnisoffenheit angemahnt

Über die Frage des Ob einer geeigneten Gedenkstätte bestehe inzwischen ein breiter Konsens beim Klinikum und in der Politik, wobei Lars Kittel, Fraktionschef der FDP im Stadtrat, unterstrichen haben will, dass die aktuelle Beschlusslage (sog. Optionslösung) auch vom Koalitionspartner Grüne Liste uneingeschränkt mitgetragen worden ist.
Faigle stellt diesbezüglich zugleich klar: „ Eine Option für einen Erhalt des letzten Gebäudeteils ist eben auch eine Option für dessen Abriss.“ Es gelte jetzt einen fairen Diskurs darüber zu führen, wie und an welcher Stelle ein Gedenkort sinnvoll gestaltet werden könne. „Das muss nach Ansicht der FDP aber völlig ergebnisoffen erfolgen“ so Faigle.
Die aktuelle Haltung der FDP zu dem Thema bringt der stellvertretende Kreisvorsitzende Prof. Dr. Holger Schulze, selbst Hirnforscher an der FAU, auf den Punkt: „Ein bewusster Umgang mit der Vergangenheit darf die Gestaltung der Zukunft nicht unvereinbar blockieren!“
Was Aspekte des Denkmalschutzes angehe, so die FDP, eigne sich der verbliebene letzte Teil des vormals riesigen Gebäudekomplexes nicht als Beleg für einen generell nachlässigen Umgang der Stadt mit dem Denkmalschutz. Faigle: „An anderer Stelle im Stadtbild mag es seit den 70er Jahren Verfehlungen gegeben haben; dann muss man eben diese benennen und nicht den letzten Stummel der „Hupfla“ hochstilisieren. Der Charakter des heutigen modernen Klinikgeländes ist inzwischen für jedermann sichtbar ein anderer als vor 60 Jahren.“